Sandgestrahlt. Oder: beim Zahnarzt.

zahnarztball

Das ist mein Zahnarztball. Vor vielen Jahren habe ich ihn von einer lieben Freundin geschenkt bekommen, aus Gründen, die mit Zahnärzten rein gar nichts zu tun haben. Diese Gründe haben sich mittlerweile erledigt, der Ball jedoch nicht, denn er ist von allerbester Zahnartzballkonsistenz: nicht zu hart, nicht zu weich.

Es soll ja Leute geben, deren Zahnarztbesuche sich hauptsächlich auf ein: „Alles prima, dann bis zum nächsten Mal“ beschränken. Ich gehöre definitiv nicht zu diesen Leuten. Mein Zahnarztball ist mittlerweile ziemlich abgenutzt. „Sie sind ja zum Glück nicht so empfindlich“, meinte die freundliche ZFA (oder ZMF?) heute. Hm. Vielleicht bin ich auch nur Meister im „so tun, als ob“. Aber meistens brauche ich ihn tatsächlich nicht (mehr), den Ball, jedenfalls nicht aktiv, ich habe ihn in der Hand, um etwas in der Hand zu haben und allein der Gedanke, dass ich bei Bedarf fest zudrücken könnte, hat etwas Beruhigendes.

Wer jetzt nicht versteht, dass ich bei Zahnärzten zu derartigen Mitteln der Beruhigung greife, hat wohl noch nie eine Wurzelbehandlung mitgemacht. Oder sich Weisheitszähne heraussägen lassen. Oder andere unangenehme Dinge, von denen ich gar nicht erst anfangen will.

Heute habe ich ihn jedenfalls doch wieder gebraucht, den Ball, obwohl „nur“ eine harmlose Zahnreinigung eingeplant war. Normalerweise nutze ich Zahnreinigungen mittlerweile, um mich in Meditation zu üben. Tja. Heute fühlen sich nicht nur meine Zähne sandgestrahlt an.

Und natürlich endete das Ganze auch nicht in: „Prima. Dann bis zum nächsten Mal“, sondern in: „Hm. Nicht ganz so prima. Wie passt es ihnen nächste Woche?“

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