Im Wald, da gibt es Bäume.

Ich fürchte, ich wiederhole mich, aber eventuell sind Sie ja ähnlich vergesslich wie ich. Jedenfalls: Wald.
Ich war heute im Wald. Endlich. Ungefähr ein Jahr lang dachte ich, das ginge nicht. Jetzt gehöre ich zu denen, die mit dem Auto in den Wald fahren. Nun ja. Man muss Prioritäten setzen, noch dazu lese ich gerade ein Buch über Flow, das heißt, lesen tue ich es eher nicht, mehr so hineingucken, jedenfalls, darin steht, man solle dafür sorgen, ausreichend Flow-Erlebnisse zu haben und schwimmen ist ja nun noch schwieriger als Wald und alles andere, ach, ist ja auch egal, noch dazu war heute Freitag, da sollte man sowieso tun, was einem Spaß macht, ich war also im Wald und Wald! Wald ist toll.

Und funktioniert. Wenn das Leben gerade nicht in die Kategorie „Was schön war“ einzuordnen ist (also eigentlich doch, vor allem vergleichsweise, aber ach, egal), wenn einen noch nicht einmal die Zahnärztin lobt, dann sollte man in den Wald gehen, oder fahren, in meinem Fall. Das funktioniert prima, ich steige aus dem Auto, denke: Wald! Wald! Wald! und dann denke ich erst mal überhaupt nicht mehr.

Muss natürlich ein echter Wald sein. Heißt: da begegnet einem niemand. Außer die obligatorische Frau mit Hund. Und irgendwo dröhnt eine Motorsäge. Vögel natürlich. Der Wind raschelt mit irgendetwas, das noch vom letzten Jahr in den Bäumen hängt, aber sonst: nix.

Hach.

Alles gut also, abgesehen von dem Gedanken, weitergehen zu wollen, weiter und weiter und weiter und noch weiter. Was nicht geht, oder vielleicht doch, aber dazu ist mir noch keine Lösung eingefallen. Knappe fünfundvierzig Minuten müssen daher reichen. Fürs erste.

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