Was mache ich eigentlich so am 23. September?

Auf besonderen Wunsch (*hust*) einer lieben Leserin.

Der Tag begann relativ spät, ich habe schon wieder vergessen, wann das eigentlich war, vielleicht so gegen sieben? Der MMM übernimmt die Morgenbespaßung, ich darf weiterschlafen. Bis mich das Gezeter weckt. m hat neuerdings keine Lust mehr auf Windeln wechseln. Wo man doch auf dem Wickeltisch so gut herumturnen kann.
Möge diese Phase fix vorbeigehen.

Kurz was trinken, essen und m davon abhalten, all die unerlaubten Dinge zu tun.
Dann ausgiebig duschen, während der MMM und m zum fröhlichen Bäcker gehen und lustige Hunde treffen.

Keine Ahnung, was danach passiert ist. Irgendwann habe ich die Küche aufgeräumt, also hauptsächlich Spülmaschine ausräumen, Spülmaschine einräumen; die Spülmaschine übt eine faszinierende Wirkung auf m aus, man kann sich so schön daran hochziehen (ist erlaubt), hineinbeißen (ist nicht erlaubt), dreckiges Geschirr anfassen (raten Sie mal) oder am Geschirrkorb ziehen (und damit umfallen).

Früher so: Drei Tage lang stapelt sich schmutziges Geschirr (geht heute nicht mehr, weil zu wenig Töpfe, außerdem muss man sich ja irgendwie beschäftigen). Dann: Spülmaschine auf, Oh, die ist noch voll, erst mal alles ausräumen, danach in aller Ruhe Zeug von überallher holen und in die Spülmaschine stecken.
Heute so: Erst mal auf der Ablage über der Spülmaschine Platz machen. m in den Flur setzen, zur Spülmaschine hechten, Spülmaschineninhalt auf die freie Ablage stapeln. Die herbeigeeilte m davon abhalten, mit dem Geschirrkorb umzufallen, Spülmaschine schließen. Zeug auf der Ablage in die Schränke räumen. Nun das schmutzige Geschirr auf der Ablage stapeln, schön vorsortiert, damit das Einräumen schneller vonstatten geht. m in den Flur tragen, zur Spülmaschine hechten, u.s.w.

Der bedauernswerte MMM hat in der Zeit das Bad geputzt. m und ich haben unseren Teil dazu beigetragen und die Badematte in die Wäsche gesteckt.
Und diesen ganzen Kleinkram gemacht (also ich, währenddessen m davon abgehalten, unerlaubte Dinge zu tun). Zwei Millionen Kuscheltiere vom Sofa in einen Pappkarton umgezogen. Zwei Millionen Zeitungsfitzelchen eingesammelt und zum Müll getragen (nach Hunden und Spülmaschinen stehen Zeitungen bei m ebenfalls ziemlich hoch im Kurs).
Beim Augenarzt angerufen, ganz erstaunt gewesen, dass da jemand drangeht. Was wollen Sie denn bei uns? Ja, weiß ich eigentlich auch nicht, die Kinderärztin meinte, wir sollten.
Im Januar hätten wir einen Termin, ach, warten Sie mal …
Am Montag(!) einen Termin bekommen.
Zeug gerichtet, damit wir das später nur noch ins Auto tragen müssen.
Zwischendurch oder danach gab es Essen, m nicht wiederzuerkennen, gerade noch bekennende Brei-Verweigerin und überhaupt, Essen, nö, lieber nicht, aber vor ein paar Tagen hat sie ihre Taktik geändert.
Nach dem Essen großes Augenreiben und Wäh, wir also auch unsere Taktik geändert und den Aufbruch nach vorne verschoben, weil schlafen kann sie dann ja im Auto.
Also theoretisch.
Das mit dem Autofahren klappte mal wieder nur so mittelgut, zwei Stops und einige mitleidige Blicke (an uns) später, kamen wir dann aber doch am Ziel an, m war mittlerweile endlich eingeschlafen, wurde von einem Hund begrüßt geweckt und hey, von einem Hund geweckt werden, ist dann auch nur so mittelgut, lustige Hunde hin oder her.

Es dauerte dann auch nur so ungefähr eine Stunde, bis m sich einigermaßen akklimatisiert hatte, später gab es aber Brotrinde und Brotrinde kommt momentan nach Hunden und Spülmaschinen ungefähr an dritter Stelle.
Für uns gab es Schinkenbrote und Kuchen und einen Geburtstag gab es ja auch noch zu feiern, man kriegt kaum mehr was mit von all dem Trubel.

Hühner füttern, Eier sammeln, einen Spaziergang machen (Boah, und ich dachte, in unserer Straße wird gerast).

Dann noch mehr Schinkenbrote, noch mehr Kuchen und noch mehr Trubel.

Irgendwann schafft es noch nicht mal mehr G, m aufzumuntern, Zeit, nach Hause zu fahren, Zeit, einzuschlafen (also m), aber nun ja, mittelgut, Sie erinnern sich. Ich ging in Gedanken schon wieder potentielle Rastplätze durch, dann aber doch Stille von der Rückbank. Ich traue der Sache nicht und singe noch eine Viertelstunde lang von Hamborger Veermastern, unserem Notfalllied, das in Notfällen dann doch nichts nützt, außer, dass es mich beruhigt, was ja auch eine gute Sache ist.

Glücklicherweise gab es keinen Notfall, wir konnten durchfahren und zu Hause musste ich mich noch ein wenig über die Parksituation aufregen, ich bekomme da immer Lust, vorne und hinten dranzudotzen, die sind doch selbst schuld, hätten ja auch mehr Platz lassen können, Platz ist nämlich genug da, nur eben nicht dort, wo er gebraucht wird. Geht dann aber auch so, man sieht es Ole zwar nicht an, aber einparken kann ich.

m versorgen, Auto ausräumen, Zeug versorgen, mich versorgen, der Meinung sein, es könnte jetzt genug Zeit verstrichen sein, um in Wettbewerbsergebnissenkommentaren zu schmökern, aber nein, ich muss mich erst noch anderweitig beschäftigen.
Dann aber doch und huch, schon wieder so spät, ich wollte doch früh schlafen gehen, denn morgen früh bin ich für die Bespaßung zuständig.
*seufz*

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