Novembernebel.

Oktobersonne? Pfft. Meine Herz schlägt für November.

Nebeldunst über den Feldern. Konturen verschwimmen. Der Herbsttaumel ist zu einem einzigen Blatt geworden: es kreiselt lautlos zu Boden. Die Krähen haben die letzten Nüsse unter den Bäumen davongetragen, die Weiden warten aufs neue Jahr, die Eschen auf den ersten Schnee.

Jetzt darfst du dich ausruhen. Musst nichts mehr tun. Musst nicht mehr fröhlich sein. Darfst Nüsse knacken, den Kater zum Schnurren bringen, dich fragen, ob Herbert, der Igel, sein Winterquartier unter dem Kirschlorbeer schon bezogen hat.

Nichts wächst mehr. Die Brombeeren wollen ihre Blätter nicht hergeben.

November ist ein Weg, den keiner geht. Verschwommene Gestalten in dunklen Mänteln, immer zu weit weg. Sind sie wirklich da? Man kann nie sicher sein.

Der dumpfe Klang von Kirchenglocken.

November: so lange sitzen, bis die Stille mit dir spricht.

November: wenn du dich fragst, wohin die Krähen fliegen und wen sie mitnehmen.

Niemand da.
Das Land ist leer.

***

[Irgendwann geht alles kaputt. Sogar dein Lieblingspulli. Du hast ihn geflickt, hast ihn geliebt – jetzt musst du dich von ihm trennen.
Leicht ist das nicht.]

***

Ohne dich weiß ich nicht, wo mein Zuhause ist. Ohne dich ist Zuhause nur ein leeres Wort.

***

Ich dachte, ich könnte es.
Aber ich kann’s nicht.

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