Über das Schöne schreibt sich so schlecht.

Schreibe ich so schlecht. Ich wollte das zum Beispiel am Sonntagabend tun, über das Schöne schreiben. Tat ich dann aber nicht. Dann eben am Montag. Kam auch irgendwas dazwischen. Heute wollte ich dann schon nicht mehr so, aber dann holte ich eine Postkarte aus dem Briefkasten. Eine schöne.
(Die allerdings hauptsächlich deshalb da landete, weil ich so schlecht über das Schöne schreiben kann. Was somit auch wieder gut ist, denn ansonsten hätte es ja überhaupt keine Postkarte gegeben.)

Und vor allem wegen der Postkarte schreibe ich jetzt doch noch (über das Schöne vom Sonntag).

Am Sonntag nämlich hat unser Wohnzimmer seine erste große Bewährungsprobe überstanden, nämlich: Wie feiert es sich darin, mit ungefähr zwanzig Menschen?
Antwort: Ganz großartig.
Was natürlich an den Menschen lag. So viel kann das Wohnzimmer dann doch nicht dazu beitragen, außer natürlich den Platz bereitzustellen und hey, haben wir Platz.
Das ist auch schön (Platz haben).
Noch schöner aber und jetzt wird es schwierig, ist dieses wohlig-warme Gefühl. Ich bin ja in vielerlei Hinsicht ein wobei-obwohl-vielleicht-Mensch. Vor Jahren war ich mal auf einem Seminar und sollte jemand anderem sagen, was er denn werden solle, Innenarchitekt oder Schreiner. Einfach so, aus dem Bauch heraus. Und ich eierte herum, sagte, das könne ich mir beides vorstellen und überhaupt (das dachte ich dann allerdings nur noch), warum soll ich ihm sagen, was er werden soll, das muss er doch selbst wissen. Und die Seminarleiterin so: Nun legen Sie sich doch endlich mal fest!

Will sagen: Ich lege mich immer noch nicht gern fest. Hat doch fast immer alles seine Vor- und Nachteile.

Jetzt bin ich allerdings vom Weg abgekommen. Ach ja, wohlig-warm. Schrieb ich doch erst kürzlich vermehrt darüber, dass wirklich alles dunkel ist und nie versteht mich einer und nie interessiert sich einer für mich und mimimi und das stimmt ja auch alles, will sagen, das fühlt sich wirklich so an, mal mehr, mal weniger, und gleichzeitig ist das natürlich überhaupt nicht so, gleichzeitig weiß ich auch, dass ich zu Hause bin, geborgen, aufgehoben, dass da ein Miteinander ist, ein ganz wunderbares und am Sonntag, da war es sehr präsent, dieses Miteinander und viele, viele Stunden lang hatte ich nicht einen mimimi-Gedanken, viele Stunden lang freute ich mich, dass diese Menschen gekommen waren und dass wir alle zusammen in unserem Wohnzimmer sitzen und feiern und es ist gut.

(Und jetzt denke ich schon wieder, dass diese Worte, also meine, überhaupt nicht mit dem Sonntag mithalten können und somit würde dieser Blogeintrag vermutlich gar nicht erst erscheinen, aber jetzt eben doch.)

Denn es ist gut so wie es ist. Steht unter anderem auf der Postkarte aus dem Briefkasten.
Und das stimmt ja auch.
[Obwohl Wobei Vielleicht]
[mimimi]

Danke!

Allgemein

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