{"id":4151,"date":"2018-09-30T20:29:53","date_gmt":"2018-09-30T19:29:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=4151"},"modified":"2018-09-30T20:33:03","modified_gmt":"2018-09-30T19:33:03","slug":"sonntag-der-letzte-im-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=4151","title":{"rendered":"Sonntag, der letzte im September"},"content":{"rendered":"<p>Heute seit langem mal wieder \u00fcber die Neckarbr\u00fccke gefahren. Ich dachte ja fr\u00fcher schon immer Hach!, wenn ich \u00fcber die Neckarbr\u00fccke gefahren bin. Nun ist daraus mehr so ein hachseufz geworden, denn heutzutage fahre ich mit dem Auto, statt mit dem Fahrrad.<br \/>\nAber nun. Vor- und Nachteile halt. <\/p>\n<p>B. besucht. Wir dr\u00fccken immer noch fest die Daumen. <\/p>\n<p>Die Gelegenheit genutzt und gleich nach D. weitergefahren, mal gucken, was die Kastanien dieses Jahr so machen, also die Esskastanien.<br \/>\nNun.<br \/>\nNichts machen die, gar nichts. Der Waldboden ist voller Eicheln, aber darauf fallen wir nicht mehr herein*.<br \/>\nUnser streng geheimer Kastanienbaum: <del datetime=\"2018-09-30T19:20:41+00:00\">Nichts<\/del> Nach intensiver Suche ungef\u00e4hr f\u00fcnf Kastanien. Kleine, also solche, nach denen wir uns letztes Jahr gar nicht erst geb\u00fcckt h\u00e4tten.<br \/>\nUnd nein, uns ist niemand zuvorgekommen, au\u00dfer, diejenigen haben die stacheligen H\u00fcllen auch gleich mitgenommen.<br \/>\nDie zweite streng geheime Kastanienbaumsammlung hat immerhin eine oder na ja, zwei Portionen f\u00fcr uns abgeworfen.<br \/>\nUnter den gar nicht so geheimen Kastanienb\u00e4umen auf dem restlichen Weg liegt dann mitunter doch einiges an Stachelb\u00e4llen, aber wenn die Verpackung maximal ein klein wenig gr\u00f6\u00dfer ist als eine Walnuss, dann m\u00fcssen wir uns danach auch nicht b\u00fccken. <\/p>\n<p>Am Absprungplatz gro\u00dfes Gedr\u00e4nge. W\u00e4hrend wir eine Banane (ich nat\u00fcrlich nicht, wo denken Sie hin) und zwei Br\u00f6tchen (vom l\u00e4chelnden B\u00e4cker!) essen, st\u00fcrzen sich gleich vier Paraglider in die Tiefe (plus drei abgebrochene Starts) oder vielmehr in die H\u00f6he.<br \/>\nMein Sport w\u00e4re das nicht, ich finde das Zuschauen schon viel zu nervenaufreibend. <\/p>\n<p>Wir gehen weiter und ich sage, dass es ja schon extrem bl\u00f6d w\u00e4re, bei einem Fehlstart ausgerechnet in diesem Hang zu landen, denn wie soll hier ein Krankenwagen hochkommen.<br \/>\nKaum habe ich den Satz beendet, sehe ich den Weg hinunter ein Fahrzeug, das verd\u00e4chtig nach einem Notarztwagen aussieht und tats\u00e4chlich auch genau das ist.<br \/>\nMan muss gar nicht abst\u00fcrzen, man kann auch einfach nur ausrutschen und sich dabei etwas tun (Gute Besserungsw\u00fcnsche auch hier).  <\/p>\n<p>Wieder unten im Ort haben wir das neu hinzugekommene Lokal ausprobiert und ja, da kann man hingehen. Also k\u00f6nnte man, w\u00fcrde man in der N\u00e4he wohnen. W\u00e4hrend wir da so sa\u00dfen und auf unser Essen warteten, stellten wir mal wieder fest, dass es so etwas in der neuen alten Heimat einfach \u00fcberhaupt nicht gibt. Dabei kann man hier auch essen gehen, da sitzt dann aber nicht mitten im Ort und trifft auch nicht mindestens drei Leute, die auch etwas essen oder trinken oder irgendwohin gehen und auf dem Weg nach irgendwo an uns vor\u00fcberlaufen. Hier im neuen alten Ort geht man nirgends hin, man f\u00e4hrt mit dem Auto (woandershin).<br \/>\nUnd da schlie\u00dft sich der Kreis dann wieder, Vor- und Nachteile und ach ja, der Wald. Wald gibt es hier wie dort, aber Wald ist nat\u00fcrlich \u00fcberall anders und als ich dort war, hatte ich mitunter Sehnsucht danach, aus dem Wald auch mal wieder herauszutreten und mich auf Wegen, die an endlosen Feldern entlangf\u00fchren, kr\u00e4ftig durchpusten zu lassen. Jetzt, wo ich hier bin, habe ich Sehnsucht danach, in einen Wald hineinzugehen, aus dem ich so schnell nicht wieder herauskomme.<br \/>\nEs ist aber auch kompliziert.<br \/>\nWie macht man das nur, wenn man an zehn verschiedenen Orten gewohnt hat, man ist ja nur noch damit besch\u00e4ftigt, immer wieder von hier nach da zu gehen und kommt ansonsten nirgends mehr hin.<br \/>\nDa f\u00e4llt mir ein, dass ich irgendwann auch noch einmal durch die Strowollner Schlucht aufs Iwonskih\u00fcttchen wandern und auf <del datetime=\"2018-09-30T19:20:41+00:00\">tote Pferde**<\/del> Steinberge schauen will.<br \/>\nAch je. Gerade nach Bildern gegoogelt.<br \/>\nBerge. Hach.<br \/>\nUnd Bergwald, das ist ja gleich noch mal was anderes, denn: wie der riecht! <\/p>\n<p>Eins meiner dringlichen Vorhaben ist ja, endlich mal wieder ganz allein Urlaub zu machen. Zu bl\u00f6d, dass ich nicht sonderlich gut darin bin, meine dringlichen Vorhaben umzusetzen. Und vor allem gibt es einfach zu viele Optionen f\u00fcr dieses spezielle dringliche Vorhaben, auf der \u201eda will ich endlich mal wieder hin\u201c-Liste gibt es einfach zu viele Eintr\u00e4ge und daneben existiert ja auch noch die \u201ewill ich endlich (mal wieder) besuchen\u201c-Liste, wie soll man sich da entscheiden, gar nicht, daher verbringe ich meine n\u00e4chsten freien Tage allein zu Hause und helfe beim Kinderkleiderflohmarkt.<br \/>\nDas ist ein wenig absurd, wenn ich es so schriftlich festhalte, aber nun ja, die freien Tage gab es genaugenommen nur wegen dieses Flohmarkts, das ist ja das Problem, also meins, also das meiner dringlichen Vorhaben. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><small><br \/>\n* Vor Jahren habe ich mir ein \u201ewas man aus der Natur alles essen kann\u201c-Buch zugelegt und darin ein Bild (und Rezept) von Eichelbrot gefunden. Das sah richtig gut aus, das wollte ich unbedingt auch mal probieren.<br \/>\nNun.<br \/>\nDas Kochwasser so lange wechseln, bis es sich (wegen der gel\u00f6sten Gerbstoffe) nicht mehr dunkel verf\u00e4rbt \u2013 so \u00e4hnlich stand das da beschrieben.<br \/>\nNach zwei Stunden haben wir aufgegeben.<br \/>\n** Das ist jetzt wieder nur f\u00fcr den MMM.<\/p>\n<p><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute seit langem mal wieder \u00fcber die Neckarbr\u00fccke gefahren. Ich dachte ja fr\u00fcher schon immer Hach!, wenn ich \u00fcber die Neckarbr\u00fccke gefahren bin. Nun ist daraus mehr so ein hachseufz geworden, denn heutzutage fahre ich mit dem Auto, statt mit dem Fahrrad. Aber nun. Vor- und Nachteile halt. B. besucht. 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