{"id":3873,"date":"2018-06-14T20:30:36","date_gmt":"2018-06-14T19:30:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=3873"},"modified":"2018-06-14T20:30:36","modified_gmt":"2018-06-14T19:30:36","slug":"individualisierung-exotische-fruechte-waffeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=3873","title":{"rendered":"Individualisierung, Exotische Fr\u00fcchte, Waffeln."},"content":{"rendered":"<p>Seit <del datetime=\"2018-06-14T19:08:36+00:00\">Tagen<\/del> Wochen schon will ich etwas schreiben. Also hier, im Blog. Heute habe ich dann immerhin an <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/fragmente\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Sam<\/a> herumgeschrieben. Die unendliche Geschichte (also meine, beziehungsweise die von Sam). Und da sagt der <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/ekelundekstase\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Herr Fitte<\/a>, man m\u00fcsse Gedanken zu Ende denken (nun ja, so \u00e4hnlich sagt er das). Und ich, die ich immer weniger verstehe, was ich da eigentlich schreibe. Was das eine mit dem anderen zu tun hat, ob \u00fcberhaupt. Wo das alles hinf\u00fchren soll, ob \u00fcberhaupt.<br \/>\nTrotzdem f\u00fchlte es sich \u00fcberraschend richtig an. Das Schreiben. Vorhin. Aber das ist auch nicht immer von Dauer, dieses Gef\u00fchl. <\/p>\n<p>Zwischendurch aber etwas ganz Profanes, heute n\u00e4mlich waren wir bei der Obst- und Gem\u00fcseh\u00e4ndlerin, alles dauerte ein bisschen l\u00e4nger, denn die Obst- und Gem\u00fcseh\u00e4ndlerin war gerade am Telefon und orderte K\u00e4senachschub.<br \/>\nSagen Sie, hatten Sie nicht auch schon mal Kochk\u00e4se?, fragte ich, als sie auflegte.<br \/>\nGut, dass Sie fragen, sagte sie, da muss ich gleich noch mal anrufen. Und tat es.<br \/>\n(Kochk\u00e4se gibt es am Montag wieder.)<br \/>\nm sah derweil die Erdbeeren und wollte Erdbeeren, ich wollte ebenfalls Erdbeeren, wir kauften also (unter anderem) Erdbeeren. Wir wollten gerade gehen, da sah m die Steige mit den Johannis-, Heidel-, Him- und Brombeeren.<br \/>\nUnd m wollte Johannisbeeren. Ich wollte keine Johannisbeeren, aber nun. Nehmen wir die auch noch mit. Den Kassenzettel nehmen wir auch mit, aus Gr\u00fcnden und er erweist sich noch dazu als recht vergn\u00fcglich, die Johannisbeeren tauchen da n\u00e4mlich als Exotische Fr\u00fcchte auf. <\/p>\n<p>Aber wieder zur\u00fcck zum Schreiben. <a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/veitstanz\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Frau Einhorn<\/a> schreibt jetzt auch wieder, zwar unter anderem dar\u00fcber, dass sie nicht schreibt, aber das gildet auch. Wie so oft, wenn Frau Einhorn etwas schreibt, f\u00fchrt es dazu, dass ich ebenfalls etwas schreiben will, dann aber verheddern sich meine Gedanken und alles ist schneller wieder gel\u00f6scht, als es geschrieben wurde.<br \/>\nNichtsdestotrotz denke ich unter anderem wegen Frau Einhorn dar\u00fcber nach, was das mit dem Schreiben eigentlich soll, ob ich tats\u00e4chlich nur f\u00fcr mich schreibe oder ob ich mir da etwas vormache, denn schriebe ich nur f\u00fcr mich, warum gebe ich es dann anderen zu lesen. <\/p>\n<p>Damit die mir sagen, wie gro\u00dfartig das ist, nat\u00fcrlich. <\/p>\n<p>Und \u2013 und deshalb kann ich das mit dem Schreiben sei Individualisierung (was ebenfalls der Herr Fitte sagte und\/oder zitierte) nicht recht nachvollziehen, ist, oder war es f\u00fcr mich doch auch der Versuch, \u00fcberhaupt etwas zu sagen, \u00fcberhaupt irgendwie geh\u00f6rt, beziehungsweise gelesen zu werden und das widerspricht ja nun wieder dem, dass ich nur f\u00fcr mich schreibe, aber vielleicht meine ich damit auch einfach nur etwas anderes, dass ich n\u00e4mlich noch nie irgendwelche Leserinnen im Sinn hatte, wenn ich etwas schreibe, ich verstehe auch nicht, wie das gehen kann, etwas f\u00fcr jemanden schreiben, ich schreibe einfach, was da ist und f\u00fcrchte, das k\u00f6nnte der Grund sein, warum ich nicht schreiben, weil da n\u00e4mlich nichts ist.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/veitstanz\/2018\/06\/09\/aus-gruenden\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Frau Einhorn jedenfalls schreibt von einem Raum, in dem nichts, was sie sagte, geh\u00f6rt wurde<\/a> und ganz spontan dachte ich, das kenne ich doch, dann aber fragte ich mich, ist das wirklich so und ich glaube, so ist es nicht, noch nie habe ich etwas in den Wind geschrien und wenn man nichts sagt, wer soll das dann h\u00f6ren (doch, ja, manche Leute k\u00f6nnen das, aber die sind noch seltener als diejenigen, die h\u00f6ren, was man sagt).<br \/>\nWenn ich es schon nicht sage, schreibe ich es wenigstens auf und mache mich damit ein klein wenig sichtbarer. Dachte ich mal. Aber was soll ich schreiben, da ist nichts. Vielleicht klappt es deshalb nicht, die unendliche Geschichte aufzuschreiben, weil da nichts ist und wie soll man das in Worte fassen.<br \/>\nDas f\u00fchlt sich oft schlimm an, dieser Gedanke. Jetzt nicht, jetzt f\u00fchlt er sich mehr wie \u201enun, so ist es eben\u201c an, aber jetzt gerade schreibe ich ja auch, da ist alles viel leichter zu ertragen.<\/p>\n<p>Nun aber wieder zur\u00fcck zum Essen*. Heute morgen hatte ich n\u00e4mlich Lust auf Waffeln, also gab es Waffeln. Mit Waffeln ist es ja so, sp\u00e4testens nach drei Waffeln will man nie wieder etwas essen, zumindest keine Waffeln, allerh\u00f6chstens noch Leberwurstbrote.<br \/>\nDaher war noch Teig \u00fcbrig, denn kalte Waffeln schmecken noch weniger als Bananen und der MMM sollte heute Abend auch seine frischen Waffeln bekommen. Doch dann, als der heutige Abend gekommen war und ich den Stecker des Waffeleisens in die Steckdose steckte, machte es Plopp! Was kein gutes Ger\u00e4usch ist, wenn man Stecker in Steckdosen steckt, ich kenne es noch von den kaputten Steckdosen in D., hier immerhin ging das Licht noch, die Sicherung war also noch drin, nur roch es auch schon so verschmort, es qualmte aus dem Stecker und nun ja, eventuell ist es nur der Stecker und das Waffeleisen k\u00f6nnte man noch verwenden, aber das Waffeleisen ist \u00e4lter als ich und so jung bin ich jetzt auch nicht mehr, es ist also vielleicht doch an der Zeit, dass wir uns ein neues Waffeleisen zulegen.<br \/>\nNeue Waffeleisen sind bl\u00f6d, an denen h\u00e4ngen \u00fcberhaupt keine Erinnerungen.<br \/>\nAber nun, egal, zumindest f\u00fcrs erste, die wichtige Frage jetzt erst mal, was machen wir mit dem Waffelteig? Man kann ja wohl keinen Waffelteig wegwerfen, man kann Waffelteig nat\u00fcrlich roh essen, aber das ist so \u00e4hnlich wie mit fertigen Waffeln, nach drei L\u00f6ffeln will man nie wieder etwas essen, allerh\u00f6chstens Leberwurstbrote. Man k\u00f6nnte bei H. oder G. klingen, eine von beiden, wenn nicht gar beide werden doch wohl ein Waffeleisen haben, aber wegen drei Waffeln und dann muss man das Waffeleisen wieder sauber machen**.<br \/>\nFalls Sie schon immer mal wissen wollten, ob man Waffeln auch in der Pfanne backen kann: ja, das geht. Gut sogar. Sieht nicht ganz so h\u00fcbsch aus, schmeckt aber. <\/p>\n<p>Und jetzt noch mal zur\u00fcck zum Schreiben? Nein, lieber nicht. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><small><br \/>\n* Macht man nicht, solch v\u00f6llig zusammenhanglosen Themenwechsel, nicht wahr? Ist mir aber gerade v\u00f6llig egal. Au\u00dferdem schreibe ich ja sowieso nur f\u00fcr mich.<br \/>\n<em>*hier bitte Augen verdrehen*<\/em><\/p>\n<p>** Wenigstens der Punkt f\u00e4llt weg, sollten wir das Waffeleisen entsorgen &#8211; wir m\u00fcssen es immerhin nicht sauber machen.<br \/>\n<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Tagen Wochen schon will ich etwas schreiben. 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