{"id":3712,"date":"2018-02-20T22:50:12","date_gmt":"2018-02-20T21:50:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=3712"},"modified":"2018-06-14T20:09:24","modified_gmt":"2018-06-14T19:09:24","slug":"noch-drei-stunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=3712","title":{"rendered":"Noch drei Stunden."},"content":{"rendered":"<p>Schon wieder. H\u00e4nge ich fest, in einem dieser Tage, an denen ich auf die Uhr sehe, ohNeinOhNein, noch drei Stunden, denke und dann, als ich gef\u00fchlt eine Stunde sp\u00e4ter erneut auf die Uhr sehe, sind doch nur f\u00fcnf Minuten vergangen*.<br \/>\nIch wei\u00df es, kenne es leider nur zu gut, z\u00f6gere den Blick auf die Uhr daher immer wieder hinaus, sehe vielleicht sogar gar nicht mehr auf die Uhr, allein, es \u00e4ndert ja nichts, der Tag ist trotzdem z\u00e4her als Kaugummi. <\/p>\n<p>Fr\u00fcher hatte ich mal einen unfassbar \u00f6den Ferienjob, f\u00fcnf Stunden lang und noch das immer gleiche tun, noch einmal und noch einmal \u2013 und wirklich ganz genau das gleiche und nur aufstehen, um aufs Klo zu gehen oder etwas zu trinken. Ich glaube, zu dieser Zeit kam er in mein Leben, der Uhrenblick.<br \/>\nObwohl. Schulstunden waren auch nicht immer spannend. Genau genommen sogar eher selten. Aber nun ja, da hatte man doch eher die eine oder andere M\u00f6glichkeit, sich anderweitig zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter hatte ich dann einen \u201eechten\u201c Job. Leider gab es nichts zu tun, nicht f\u00fcr mich, die Tage waren schon wieder unfassbar \u00f6de, ein Ende dummerweise nicht abzusehen, weder vom Tag, noch vom Job an sich, das spannendste in diesen Zeiten war der Mailwechsel mit dem MMM, der aber hatte viel mehr zu tun als ich, was schlecht war, zumindest f\u00fcr mich, musste ich doch immer viel zu lange auf Antwort warten.<br \/>\nDort bleibe ich nicht, beschloss ich und suchte mir einen anderen Job.<\/p>\n<p>Nun ja. Alles wurde besser oder auch nicht, denn immer wieder und gar nicht mal so selten kam einer dieser Tage, an denen die Zeiger der Uhr so gar nicht voranschreiten wollten, au\u00dfer nat\u00fcrlich, es war gerade Mittagspause. Komischerweise war ich schon wieder die einzige, die nichts zu tun hatte, zumindest hatte ich diesen Eindruck. Andere hatten in Leerlaufphasen zweiundneunzig jobbezogene Ideen und Projekte, die sie schon immer mal angehen wollten, ich wollte in Leerlaufphasen eigentlich immer nur ein Buch lesen, am liebsten aber eins, das mit meinem Job nichts zu tun hatte, das lie\u00df sich dann eher nicht umsetzen.<br \/>\nDas muss ein Ende haben, beschloss ich und irgendwann hatte es auch eins. <\/p>\n<p>Dann wurde wieder alles anders, ich hatte zuerst gar keinen, dann andere Jobs, einen, bei dem ich \u00fcberhaupt nicht dazu kam, auf die Uhr zu sehen, das war gut, aber der Job dann doch nicht. Einen, bei dem erstaunlicherweise nicht ich diejenige war, die auf die Uhr gesehen hat, der war gut, zumindest so gut ein Job dieser Art sein kann, dann aber meldete die Firma Insolvenz an und es gab keinen Job mehr. <\/p>\n<p>Aber es kam sowieso schon wieder alles anders, auf einmal war n\u00e4mlich m da und nebenbei (haha) galt es, ein Haus zu bauen, umzuziehen, anzukommen. <\/p>\n<p>Vor ungef\u00e4hr zwei Wochen \u00fcberfiel mich dann dummerweise eine Krankheit, welche, wei\u00df man (noch) nicht, eine hartn\u00e4ckige in jedem Fall, ich dachte zuerst, ich h\u00e4tte sie abgesch\u00fcttelt, das sah sie leider anders, jedenfalls h\u00e4nge ich nun schon seit Tagen im Haus fest, ich habe noch nicht einmal Lust dazu, hinauszugehen, dummerweise habe ich aber auch keine Lust mehr, zum drei Millionsten Mal das Ritterburgen-Buch oder eins seiner Kollegen vorzulesen, genaugenommen habe ich zu gar nichts Lust, will ich \u00fcberhaupt nichts vorlesen, will nur schlafen und schlafen und schlafen, ein Gl\u00fcck l\u00e4sst sich das mitunter auch umsetzen, das eine oder andere Mal, wenn ich es dann doch schaffe, laut Hilfe! zu rufen oder aber ich rufe gar nicht und werde trotzdem geh\u00f6rt, wunderbar ist das und nichtsdestotrotz ist so ein Tag, wenn man ihn von morgens bis abends zu Hause und im Haus verbringt, unendlich oder in jedem Fall viel zu lang und selbst wenn ich mittags noch denke, Hurra, schon ein Uhr, das l\u00e4uft doch ganz gut heute, kommt unweigerlich doch irgendwann der ohNeinOhNein, noch drei Stunden Blick zur Uhr. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und dann kam wieder alles anders, aber ich wei\u00df noch nicht wie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><small><br \/>\n* Immerhin muss ich dann auch wirklich immer an einen meiner Lieblings <a href=\"http:\/\/www.gocomics.com\/calvinandhobbes\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\"><em>Calvin and Hobbes<\/em><\/a> denken, ich finde leider gerade nur diesen eher suboptimalen <a href=\"https:\/\/twitter.com\/bhaweak\/status\/906148480229531654\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Link<\/a>, nun ja.<br \/>\n<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder. 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