{"id":3438,"date":"2017-07-06T23:08:15","date_gmt":"2017-07-06T22:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=3438"},"modified":"2017-07-06T23:08:15","modified_gmt":"2017-07-06T22:08:15","slug":"und-noch-einer-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=3438","title":{"rendered":"Und noch einer (Tag)."},"content":{"rendered":"<p>Heute war ich seit langem mal wieder <del datetime=\"2017-07-06T21:48:41+00:00\">in der Zivilisation<\/del> im Buchladen. Das liest sich jetzt so einfach, aber diesem Vorhaben ging eine ungef\u00e4hr halbst\u00fcndige \u00dcberlegung voran. Soll ich, soll ich wirklich, was w\u00e4re denn die Alternative, fahre ich mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, ist das nicht zu viel Aufwand f\u00fcr zu wenig Ertrag, undalleswiedervonvorn. Fr\u00fcher musste ich nicht so lange \u00fcberlegen, um die Frage \u201eBuchladen Ja oder Nein\u201c zu kl\u00e4ren, aber fr\u00fcher konnte ich mich im Buchladen auch noch in aller Ruhe nach B\u00fcchern umsehen. <\/p>\n<p>Wir fuhren (mit dem Auto). Was sollten wir auch sonst tun. Dass ich mich f\u00fcrs Auto entschieden hatte, f\u00fchrte denn auch zu einer seltsamen Begebenheit, denn in der N\u00e4he unseres Parkplatzes parkte ein silbernes Altherrenauto mit dem passenden alten Herrn darin auf der (quasi unbefahrenen) Stra\u00dfe. In der prallen Sonne.<br \/>\nDas allein w\u00e4re noch keine Begebenheit, auch nicht, dass der Motor lief, nun ja, ein Umwelts\u00fcnder, die gibt es, und die lassen den Motor auch mal die Viertelstunde laufen, die es dauert, den Kinderwagen auszuladen, aufzuklappen und das Kind darin zu verstauen, beziehungsweise die Viertelstunde, die es dauert, bis Hannelore der Inge die Kiste Erdbeeren aus dem Altherrenkofferraum gebracht hat.<br \/>\nAls m und ich aber nach ungef\u00e4hr einer Stunde zur\u00fcckkamen, parkte das Auto immer noch an der Stra\u00dfe. Noch immer lief der Motor. Die Sonne schien praller als je zuvor auf den alten Herrn, der immer noch im Auto sa\u00df. Von Hannelore weit und breit nichts zu sehen.<\/p>\n<p>Im Buchladen aber kaufte ich gleich zwei B\u00fccher. Genaugenommen waren m und ich sogar in zwei Buchl\u00e4den, aber im zweiten ging einem von uns die Puste aus, der z\u00e4hlt daher nicht.<br \/>\nEs ist andererseits auch wieder recht spannend, Buchkauf mit Kind. Man wei\u00df nie so recht, was man da eigentlich eingekauft hat, kann man doch maximal zwei S\u00e4tze lesen (und ich kann sehr, sehr schnell lesen), bevor man das Kind davon abhalten muss, den Postkartenst\u00e4nder auszur\u00e4umen. Und sogar die dicken Aufkleber auf dem Cover entgehen einem; <em>BestBestseller<\/em> steht darauf, was soll das denn, h\u00e4tte ich es bemerkt, ich h\u00e4tte das Buch nie gekauft.<br \/>\nZum Lesen habe ich eigentlich auch keine Zeit, jedenfalls nicht zum Lesen von \u201eechten\u201c B\u00fcchern.<br \/>\nWas schade ist, denn das andere eingekaufte Buch ist von Castle Freeman und da musste ich gar nicht hineinlesen (w\u00e4re auch nicht m\u00f6glich gewesen, also schon, aber dann h\u00e4tte ich fragen oder unauff\u00e4llig die Folie herunterrei\u00dfen m\u00fcssen).<br \/>\nCastle Freeman, von dem hatte ich in der Onleihe <em><a href=\"https:\/\/www.hanser-literaturverlage.de\/buch\/maenner-mit-erfahrung\/978-3-312-00687-8\/\" target=\"_blank\">M\u00e4nner mit Erfahrung<\/a><\/em> gelesen und war derart angetan, dass ich mir das Buch hinterher gekauft habe. Was ich in einem von zwei Millionen F\u00e4llen mache. <\/p>\n<p>Um den heutigen Tag des B\u00fccherkaufs kr\u00f6nend abzuschlie\u00dfen, hat mich dann noch eine Mail dazu verleitet, auch das Tablet mit B\u00fcchern zu bef\u00fcllen, ebenfalls zwei an der Zahl, \u00fcber die breite ich aber lieber den Mantel des Schweigens. \u00dcblicherweise kaufe ich beim gro\u00dfen b\u00f6sen A keine B\u00fccher, \u00fcblicherweise kaufe ich auch keine eBooks, nun steht aber momentan <del datetime=\"2017-07-06T21:48:41+00:00\">alles<\/del> einiges, was bisher \u00fcblich war, auf dem Pr\u00fcfstand, <del datetime=\"2017-07-06T21:48:41+00:00\">die Zivilisation<\/del> der n\u00e4chste Buchladen ist zwar in erreichbarer, aber aufw\u00e4ndiger Ferne und gerade die B\u00fccher, die sowieso nur der Unterhaltung dienen, der leichten, wom\u00f6glich sogar der schlechten, da ist der Aufwand dann vielleicht doch zu gro\u00df.<\/p>\n<p>Zwischen all dem B\u00fccherkauf haben m und ich auch noch einen Lebensmittelkauf get\u00e4tigt, in diesem Fall ohne halbst\u00fcndige vorangehende \u00dcberlegung, genaugenommen habe ich mich gerade gefragt, was zur H\u00f6lle wir nur mit diesem Tag noch anfangen sollen (denn auf dem Sofa herumliegen, B\u00fccher lesen, das ist nat\u00fcrlich auch nicht mehr \u00fcblich), da ruft P. an.<br \/>\nP. sorgt nicht nur zuverl\u00e4ssig daf\u00fcr, dass es einen Ort gibt, an dem man willkommen ist und allzeit etwas zu essen bekommt, P. findet auch zuverl\u00e4ssig etwas f\u00fcr einen zu tun. Fr\u00fcher, viel fr\u00fcher, war das eher l\u00e4stig, da h\u00e4tte ich das Sofa mit dem Buch dem [beliebigen Auftrag hier einf\u00fcgen] vorgezogen, aber heutzutage, wo ich sowieso nichts mit uns anzufangen wei\u00df, da ist so ein Auftrag h\u00f6chst willkommen. <\/p>\n<p>Wir kauften neben den B\u00fcchern also noch Zutaten f\u00fcr zwei Millionen Kuchen &#8211; Kuchen, die wie so oft v\u00f6llig \u00fcberraschend gebacken werden mussten, Kuchen, die ich gestern noch prophezeit hatte (allerdings nicht P. gegen\u00fcber). <\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu versagen meine Prophezeiungen bei den Lottozahlen \u00fcblicherweise ziemlich zuverl\u00e4ssig.<br \/>\nAber vielleicht sollte ich auch dieses <em>\u00fcblich<\/em> auf den Pr\u00fcfstand stellen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war ich seit langem mal wieder in der Zivilisation im Buchladen. 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