{"id":3087,"date":"2016-12-14T20:39:11","date_gmt":"2016-12-14T19:39:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=3087"},"modified":"2016-12-14T20:39:11","modified_gmt":"2016-12-14T19:39:11","slug":"mehl-in-fuenf-kilo-tueten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=3087","title":{"rendered":"Mehl in F\u00fcnf-Kilo-T\u00fcten."},"content":{"rendered":"<p>Heute war ich im Raiffeisen. Hach. Raiffeisenm\u00e4rkte kommen gleich nach Buch- und Schreibwarenl\u00e4den.<br \/>\nRasensaat, Gummistiefel, Einweckgl\u00e4ser \u2013 toll. <\/p>\n<p>Am besten ist der Raiffeisen in M., im dortigen Getr\u00e4nkelager (das nicht nur Getr\u00e4nke beherbergt) riecht es immer so sch\u00f6n nach Hasenfutter.<br \/>\nIch habe vielleicht etwas seltsame Geruchsvorlieben, ich mag zum Beispiel Chlor, beziehungsweise den Geruch der Haut nach dem Schwimmbadbesuch, ich mag Beton, also diesen typischen Beton-Baustellengeruch, ich laufe immer extra langsam durch Wasch- und Sp\u00fclmittelg\u00e4nge im Einkaufsmarkt \u2013 da ist Hasenfutter doch vergleichsweise harmlos.<\/p>\n<p>Der Raiffeisen in M. ist also der Beste, das liegt auch an den Leuten dort, die sind n\u00e4mlich absolut tiefenentspannt. Und hilfsbereit. Freundlich sowieso. Und \u00fcberhaupt. Das sind sie zwar in allen Raiffeisen, die ich bisher betreten habe, aber die in M. setzen dem die Krone auf.<\/p>\n<p>Interessanterweise sind die Einkaufenden auch tiefenentspannt, da fragt man sich, ob es an den Verkaufenden liegt oder daran, dass die Tiefenentspannten eben zum Raiffeisen gehen, statt in den Futternapf. <\/p>\n<p>Irgendwann habe ich die bisher unbewiesene Theorie aufgestellt, dass man Menschen zu ihren St\u00e4dten zuordnen kann. Man braucht nat\u00fcrlich eine gewisse Anzahl (an Menschen), einer allein ist vielleicht nicht ganz so aussagekr\u00e4ftig.<br \/>\nObwohl.<br \/>\nIn New York hatte ich mit K. gewettet, dass dieser Mann da vor uns ein Deutscher ist.<br \/>\nDer arme, ich hatte den Eindruck, er fand es nicht so gut, als Deutscher erkannt zu werden (er war nat\u00fcrlich einer).<br \/>\nDa sollte es doch ein leichtes sein, drei\u00dfig Heidelberger von drei\u00dfig Mannheimern zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Jedenfalls dachte ich auf dem Nachhauseweg vom Raiffeisen, dass sich diese Theorie sicher auch auf Einkaufsmarktbesucher \u00fcbertragen l\u00e4sst. Raiffeiseneink\u00e4ufer versus Kaufl\u00e4nder zum Beispiel. Im Kaufland war ich n\u00e4mlich gestern und puh, voll der Stress. Also Gestresste (Menschen). Und meine Tiefenentspannung verabschiedete sich auch so langsam, weil ich zwei Kilometer Kinderwagen-Slalom durch den Markt laufen musste, um zu der Milch zu gelangen, wegen der ich da war. Dann standen zweiundneunzig Leute an der Kasse und alle hatten ihren Einkaufswagen voll bis obenhin. m fand es auch nicht so doll, dass es nicht voranging. Und noch nicht mal jemand mit ihr Quatsch machte (abgesehen von mir). <\/p>\n<p>In der alten neuen Heimat, das wird spannend. Da gibt es neuerdings auch einen Einkaufsmarkt, einem, zu dem ich bisher eher nicht gehe. Vielleicht muss ich meine neu aufgestellte Theorie dann doch wieder \u00fcber den Haufen werfen. <\/p>\n<p>Bis zum Umzug genie\u00dfen wir jedenfalls noch unser Lieblings-\u201cnah und gut\u201c, in dem wir sogar namentlich begr\u00fc\u00dft werden. m zumindest.<br \/>\n\u201eAber Sie lachen auch immer so sch\u00f6n mit mir!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute war ich im Raiffeisen. Hach. Raiffeisenm\u00e4rkte kommen gleich nach Buch- und Schreibwarenl\u00e4den. Rasensaat, Gummistiefel, Einweckgl\u00e4ser \u2013 toll. 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