{"id":2447,"date":"2016-02-22T22:44:42","date_gmt":"2016-02-22T21:44:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=2447"},"modified":"2016-02-22T22:44:42","modified_gmt":"2016-02-22T21:44:42","slug":"der-elefant-im-feigenbaum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=2447","title":{"rendered":"Der Elefant im Feigenbaum."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.herzdamengeschichten.de\/2016\/02\/21\/gedankliche-abgruende\/\" target=\"_blank\">Herr Buddenbohm schrieb k\u00fcrzlich \u00fcber gedankliche Abgr\u00fcnde.<\/a> Dinge, die man als gegeben hinnimmt, obwohl sie ohne weiteres viel besser sein k\u00f6nnten. In seinem Fall war das Ausl\u00f6serding ein neues Bett (<a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/2016\/01\/07\/dito\/\" target=\"_blank\">das kommt mir doch bekannt vor<\/a>).<\/p>\n<p>Jorge Bucay hat aus \u00e4hnlichen Abgr\u00fcnden eine Geschichte gemacht, n\u00e4mlich die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/45\/Luchs-Bucay\" target=\"_blank\">vom Elefanten und dem Pflock<\/a>. <\/p>\n<p>Weitere Abgr\u00fcnde finden sich in den Zweigen unseres Feigenbaums.<\/p>\n<p>Irgendwann, es ist schon ziemlich lange her, habe ich einmal unseren Feigenbaum zugeschnitten. Wie ich die abgeschnittenen Zweige so in der Biotonne verstaue, f\u00e4llt mir R. ein, die einmal sagte, dass sie auch gern einen Feigenbaum in ihrem Garten stehen h\u00e4tte. Hm, dachte ich. Was mit Zyperngras geht, klappt vielleicht auch mit Feigenb\u00e4umen. Ich nahm also eine Handvoll Zweige, steckte sie in ein Glas mit Wasser, stellte sie ans K\u00fcchenfenster und beachtete sie fortan nicht weiter. Irgendwann bekamen die Zweige Wurzeln, ich pflanzte sie in einen Topf mit Erde und das Ende der Geschichte sind zwei Feigenb\u00e4ume in R.s Garten, von denen mittlerweile sogar schon die erste Ernte eingefahren wurde. Nun ja, Ernte &#8211; ungef\u00e4hr drei Feigen pro Saison, aber das wird noch, wir sind da ganz zuversichtlich. <\/p>\n<p>Nun ziehen wir auf absehbare Zeit um und h\u00e4tten dann auch gern wieder einen Feigenbaum im Garten. Oder zumindest der MMM h\u00e4tte das gern. Ich bin ja auch schon mal ganz froh, wenn die Feigensaison wieder vorbei ist. <\/p>\n<p>Aber wenn es nach uns geht, wird wohl sowieso nichts aus unserem neuen, selbst gezogenem Feigenbaum. Vor ein paar Tagen habe ich mal wieder Feigenbaumzweige entsorgt, die partout keine Wurzeln bilden und ohne diese nicht gedeihen wollten.<br \/>\nUnd es war nicht das erste Mal.<br \/>\nDie wundersame Feigenbaumvermehrung klappte bisher nur ein einziges Mal. Keine Ahnung, was wir beim ersten Mal anders gemacht haben, wir sind der Meinung gar nichts, aber vermutlich ist das so \u00e4hnlich wie mit dem Computer (Sie wissen schon: Ich habe doch gar nichts gemacht!). <\/p>\n<p>Jedenfalls: H\u00e4tte es bei diesem ersten Versuch schon nicht geklappt, es h\u00e4tte gar keine weiteren Versuche gegeben. Feigenb\u00e4ume vermehrt man eben nicht, indem man Zweige in ein Glas Wasser stellt. H\u00e4tten wir gedacht und w\u00e4ren in die Feigenbaumg\u00e4rtnerei gefahren. <\/p>\n<p>Gedankliche Abgr\u00fcnde eben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[Tats\u00e4chlich gibt es \u2013 vermutlich \u2013 doch noch ein Happy-End in Sachen Feigenbaum. Der MMM hat n\u00e4mlich Feigenbaumzweige zu R. exportiert, diese hat sie in ein Glas Wasser gestellt und siehe da, sie zogen Wurzeln, wurden in Erde gepflanzt, haben sogar schon erste Bl\u00e4tter und wenn nicht noch schreckliche, unvorhergesehene Dinge geschehen, dann, ja dann, wird im neuen Garten doch noch ein Feigenbaum wachsen.] <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Buddenbohm schrieb k\u00fcrzlich \u00fcber gedankliche Abgr\u00fcnde. Dinge, die man als gegeben hinnimmt, obwohl sie ohne weiteres viel besser sein k\u00f6nnten. In seinem Fall war das Ausl\u00f6serding ein neues Bett (das kommt mir doch bekannt vor). Jorge Bucay hat aus \u00e4hnlichen Abgr\u00fcnden eine Geschichte gemacht, n\u00e4mlich die vom Elefanten und dem Pflock. 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