{"id":2226,"date":"2015-10-26T17:22:30","date_gmt":"2015-10-26T16:22:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=2226"},"modified":"2015-10-26T17:22:30","modified_gmt":"2015-10-26T16:22:30","slug":"terpene-oder-mein-freund-der-baum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=2226","title":{"rendered":"Terpene \u2013 oder: Mein Freund, der Baum."},"content":{"rendered":"<p>Ab heute habe ich eine wissenschaftliche Rechtfertigung daf\u00fcr, B\u00e4ume zu umarmen. Die Terpene, n\u00e4mlich. Die stecken unter anderem in der Borke und da man beim B\u00e4ume umarmen der Borke ziemlich nahekommt, n\u00e4hert man sich somit auch den Terpenen und dann wird man nie mehr krank und alles ist gut.<\/p>\n<p>Na ja, so ungef\u00e4hr. <\/p>\n<p>Und eigentlich ist es auch egal. Wer braucht schon wissenschaftliche Beweise, ich nicht, ich mag sie ja eh schon, die B\u00e4ume. Und den Wald auch (ja, ich erw\u00e4hnte es schon das eine oder andere Mal).<\/p>\n<p>Ich fasse sie auch gern an. Die B\u00e4ume, also die Borke. Am liebsten mag ich Eichenborken. Die sind so sch\u00f6n knorkig.<br \/>\nRauschen k\u00f6nnen aber die Pappeln am besten. Auf der \u00fcblichen Radrunde komme ich an einem von Pappeln ums\u00e4umten Reitplatz vorbei. Der MMM, so er denn dabei ist, verschafft sich dann weitere 200 Meter Vorsprung, w\u00e4hrend ich mich vom Pappelrauschen verzaubern (und zur gesteigerten Langsamkeit verleiten) lasse.<br \/>\nDann ist da noch die Birke in Nachbarinsgarten. Die rauscht auch sehr sch\u00f6n (die Birke, nicht die Nachbarin), besonders in lauen Sommern\u00e4chten, wenn man gerade nach Sternschnuppen Ausschau h\u00e4lt.<br \/>\nNeben der Birke steht ein Gingko und ein Gingko im Herbst, das ist eine wunderbare Sache. Alle Welt redet \u00fcber die Farben der Ahornb\u00e4ume im Herbst, Indian Summer und so, kein Mensch redet \u00fcber das leuchtende Gelb der Gingkos. Zumindest ich habe noch niemanden dar\u00fcber reden h\u00f6ren. Dabei sind Gingkos im Herbst ein gelber Wahnsinn.<br \/>\nAhornb\u00e4ume finde ich dagegen im Fr\u00fchjahr am sch\u00f6nsten, wenn sie mit leuchtend hellgr\u00fcnen Kugeln beh\u00e4ngt sind. Im Fr\u00fchjahr redet wiederum alle Welt \u00fcber bl\u00fchende Obstb\u00e4ume. Dabei sind Obstb\u00e4ume im Herbst viel sch\u00f6ner als im Fr\u00fchjahr. Die rostroten Birnb\u00e4ume vor allem. Oder auch die Apfelb\u00e4ume, vor allem, wenn rotbackige \u00c4pfel an ihnen h\u00e4ngen.<br \/>\nUnd der Winter. Da ist dann nichts mehr mit Gr\u00fcn, aber das macht nichts, wenn man Gl\u00fcck hat, bekommt man Wei\u00df. Nebel, der an Zweigen gefriert. Und Schneeh\u00e4ubchen.<br \/>\nUnd die Orangenb\u00e4ume nat\u00fcrlich. Die gibt es auch im Sommer, aber wer will schon im Sommer an Orangenb\u00e4umen riechen, ich nicht. Orangenb\u00e4ume geh\u00f6ren in den Advent. Und nein, ich meine nat\u00fcrlich nicht die B\u00e4ume, an denen sich irgendwann Orangen pfl\u00fccken lassen, ich meine die Nadelb\u00e4ume, die nach Orange riechen, wenn man ihre Nadeln zwischen den Fingern verreibt. <\/p>\n<p>Die Terpene jedenfalls, von ihnen hat mir heute Morgen <a href=\"https:\/\/cgarvay.wordpress.com\/\" target=\"_blank\">Clemens G. Arvay<\/a> erz\u00e4hlt*. Dabei hat er auch die Studie erw\u00e4hnt, die zeigt, dass ein Baum vor dem Fenster eines Krankenzimmers zur schnelleren Genesung der Patienten in diesem Zimmer beitr\u00e4gt (im Gegensatz zu Patienten, die auf H\u00e4userw\u00e4nde oder \u00e4hnliches blicken).<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter habe ich den Liegestuhl in die letzte sonnige Gartenecke getragen und zur Birke in Nachbarinsgarten hinaufgeschaut. Ich bin zwar nicht krank, aber kann ja nichts schaden. <\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* in <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/gesellschaft\/eins-zu-eins-der-talk\/clemens-arvay-100.html\" target=\"_blank\">diesem Interview<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ab heute habe ich eine wissenschaftliche Rechtfertigung daf\u00fcr, B\u00e4ume zu umarmen. Die Terpene, n\u00e4mlich. Die stecken unter anderem in der Borke und da man beim B\u00e4ume umarmen der Borke ziemlich nahekommt, n\u00e4hert man sich somit auch den Terpenen und dann wird man nie mehr krank und alles ist gut. Na ja, so ungef\u00e4hr. 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