{"id":2191,"date":"2015-10-05T19:54:16","date_gmt":"2015-10-05T18:54:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/woerterwege\/?p=2191"},"modified":"2015-10-05T19:54:16","modified_gmt":"2015-10-05T18:54:16","slug":"wmdedgt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/woerterwege.wababbel.de\/?p=2191","title":{"rendered":"WmdedgT?"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist der f\u00fcnfte Oktober und am F\u00fcnften jedes Monats fragt <a href=\"http:\/\/bruellen.blogspot.de\/\" target=\"_blank\">Frau Br\u00fcllen<\/a>: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?<br \/>\nKurz: WmdedgT.<\/p>\n<p>Der Tag hat ein Ger\u00fcst aus Hefeteig. Ich hatte n\u00e4mlich folgendes beschlossen: Dampfnudeln.<br \/>\nDampfnudeln brauchen Hefeteig und Hefeteig braucht Zeit.<br \/>\nHefeteig braucht auch Mehl und das war gerade aus. <\/p>\n<p>Der Tag begann also mit der Unterst\u00fctzung des \u00f6rtlichen Einzelhandels. <\/p>\n<p>Aber nein, das stimmt nicht, der Tag begann fr\u00fcher \u2013 mit der Aufnahme der schm\u00e4hlich vernachl\u00e4ssigten Morgenroutine: Fenster aufrei\u00dfen, durchl\u00fcften, grobes Aufr\u00e4umen, Fenster wieder zu, Yogamatte ausrollen, wach werden.<br \/>\nDann all diese Dinge, die man tut und wieder vergisst, so dass man sich abends (oder beim WmdedgT) fragt, was man eigentlich alles getan hat (oder auch nicht). Mails lesen, Mails beantworten, Briefe \u00f6ffnen, W\u00e4sche in die Waschmaschine stecken, Briefe eint\u00fcten, M\u00fcll hinaustragen, \u00fcber Texte nachdenken, Kommentare zu Texten schreiben, \u2026<\/p>\n<p>Dann aber doch die gro\u00dfe Stunde des \u00f6rtlichen Einzelhandels. Bei der Gelegenheit lassen sich auch gleich die Briefe zur Post tragen. Und vergeblich in der Buchhandlung vorbeischauen. <\/p>\n<p>Wieder zu Hause, mitsamt dem Mehl &#8211; Hefeteig Akt 1: Hefeteig ansetzen und dort positionieren, wo die Herbstsonne durchs Fenster scheint. <\/p>\n<p>Weiter mit dem Alltags-Kleinkram. W\u00e4sche aufh\u00e4ngen, Termine planen, von der \u00c4rztin beziehungsweise der medizinischen Fachangestellten angerufen werden, einen Schreck bekommen, dann aber nur gefragt werden, ob man denn auch eine halbe Stunde fr\u00fcher kommen k\u00f6nnte.<br \/>\nDen l\u00e4chelnden B\u00e4cker vor dem Fenster vorbeilaufen sehen, mit Kinderwagen. Aha! Ist er also Papa geworden.<br \/>\nDer l\u00e4chelnde B\u00e4cker vor dem Fenster f\u00fchrt dazu, dass mir die B\u00e4ckerei wieder einf\u00e4llt, in der ich k\u00fcrzlich fr\u00fchst\u00fccken war. Dort hatten sie die gro\u00dfartige Idee, dem Fr\u00fchst\u00fccksbrotkorb Brott\u00fcten beizulegen. Man schafft ja doch nie alles. Also ich schaffe doch nie alles. Und dann werfen die das weg. Doof.<br \/>\nIn diesem Fall packt man es einfach ein und nimmt es mit. Gar nicht doof. Ich schreibe die n\u00e4chste Mail, eben an diese B\u00e4ckerei.<br \/>\nDer Hefeteig w\u00f6lbt sich w\u00e4hrenddessen dem Tuch entgegen, das ich \u00fcber die Sch\u00fcssel gelegt hatte. Hui. Die Herbstsonne hat magische Kr\u00e4fte. In dem Fall k\u00f6nnte man doch eigentlich etwas Teig abzweigen und einen Apfelkuchen backen. Denke ich. Und ich wei\u00df auch schon, welche Art Apfelkuchen das werden k\u00f6nnte. Dazu braucht es allerdings Quark und Quark haben wir nicht. <\/p>\n<p>Also: Unterst\u00fctzen des \u00f6rtlichen Einzelhandels, Teil 2 &#8211; Quark einkaufen gehen. Und noch einmal bei der Buchhandlung vorbei. Dies Mal erfolgreich, die gesuchte Person ist anwesend und ich kann einen weiteren Punkt der nicht existierenden To-Do-Liste abhaken. Nebenbei finde ich sogar noch ein vermeintlich, hoffentlich lesenswertes Buch (Unterst\u00fctzen des \u00f6rtlichen Einzelhandels, Teil 3). <\/p>\n<p>Buch ist eine gute Idee, denke ich, als ich nach Hause komme.<br \/>\nAber zuerst Hefeteig, zweiter Akt: Kuchenboden abzweigen, ausrollen und in der Backform verteilen. Dampfnudeln f\u00fcr Portion Nummer Eins abzweigen und zu Dampfnudeln formen.<br \/>\nDann: Buch, Couch, Internet. <\/p>\n<p>Und die n\u00e4chste Portion Kleinkram. Beim Kauf eines Tickets f\u00fcr die Buchmesse scheitern. Ein Wochenende im Oktober planen (ebenfalls nicht sonderlich erfolgreich), Kontoausz\u00fcge sortieren (erfolgreich).<br \/>\nDa muss doch noch mehr gewesen sein? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. <\/p>\n<p>Hefeteig, dritter Akt: Quark r\u00fchren, \u00c4pfel sch\u00e4len, Streusel formen. \u00c4pfel auf Hefeteig, Quark auf \u00c4pfel, Streusel auf Quark, ab in den Ofen. Dampfnudelpfanne ansetzen, Dampfnudeln einsetzen, K\u00fcrbissuppe warm machen.<br \/>\nDen Kater begr\u00fc\u00dfen. Buch, Couch, Internet.<br \/>\nEssen! \u00dcberraschenderweise gibt es Dampfnudeln mit K\u00fcrbissuppe.<\/p>\n<p>Auch der Rest des Tages verschwimmt im Kleinkramnebel, irgendwann folgt des Hefeteigs letzter Akt: Dampfnudeln f\u00fcr Portion Nummer Zwei formen, auf den MMM warten. Zwischendurch dem Kater dreiundneunzig Mal die T\u00fcr \u00f6ffnen. Und das Buch zu Ende lesen. Vielleicht. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute ist der f\u00fcnfte Oktober und am F\u00fcnften jedes Monats fragt Frau Br\u00fcllen: Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Kurz: WmdedgT. Der Tag hat ein Ger\u00fcst aus Hefeteig. Ich hatte n\u00e4mlich folgendes beschlossen: Dampfnudeln. Dampfnudeln brauchen Hefeteig und Hefeteig braucht Zeit. Hefeteig braucht auch Mehl und das war gerade aus. 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